Aretha Franklin

Aretha Franklin

* 25.03.1942 in Memphis
† 16.08.2018
Erstellt von Redaktion Trauer.de
Angelegt am 17.08.2018
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17.08.2018 um 09:14 Uhr von Redaktion

 

Aretha Louise Franklin (* 25. März 1942 in MemphisTennessee; † 16. August 2018 in DetroitMichigan[1]) war eine US-amerikanischeSoul-Sängerin, Songwriterin und Pianistin. Sie wurde auch die „First Lady of Soul“ oder „Queen of Soul“ genannt. Ihr musikalisches Spektrum schloss auch R&BGospelJazz bis hin zu Pop und Dance ein. In ihrer jahrzehntelangen Karriere wurde sie mehrfach mit dem wichtigsten amerikanischen Musikpreis Grammy ausgezeichnet. Der Nummer-eins-Hit Respect wurde zur Hymne der afroamerikanischen Befreiungs- und der Frauenbewegung. 1987 wurde Aretha Franklin als erste Frau in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Die Musikzeitschrift Rolling Stone kürte sie 2010 zur besten Sängerin aller Zeiten. Sie gehört zu den Interpreten mit den meisten verkauften Tonträgern weltweit.

Leben

17.08.2018 um 09:13 Uhr von Redaktion

Aretha Franklin wurde am 25. März 1942 in Memphis, Tennessee geboren. Ihr Vater Clarence LaVaughn Franklin war ein bekannter Baptistenprediger.[2] Aretha wuchs mit vier Geschwistern in der Industriemetropole Detroit (US-Bundesstaat Michigan) auf. Schon früh kam sie durch ihren Vater mit der Musik in Berührung. Sie sang mit ihren beiden Schwestern Carolyn und Erma im Chor der „New Bethel Baptist Church“ ihres Vaters. Bekannte Musiker und Sänger wie Mahalia JacksonSam CookeClara Ward und die Ward Sisters erschienen zu den Gottesdiensten. Gesangs- und Klavierunterricht nahm Aretha bei James Cleveland.

1956 erschien ihre erste LP, ein Gospelalbum. Im Alter von 18 Jahren begann sie, neben Gospel auch Popmusik aufzunehmen. Bei Columbia Records wurde 1960 ihre erste Popschallplatte veröffentlicht. Die LP blieb zwar ohne Erfolg, eröffnete ihr aber eine neue Karriere als Clubsängerin. 1967 wechselte sie zu Atlantic Records und schaffte dort den Durchbruch gleich mit ihrer ersten Single. I Never Loved a Man (The Way I Love You), welches zusammen mit Do Right Woman, Do Right Man in Rick Halls FAME Studios in Muscle Shoals (Alabama) aufgenommen worden war, verkaufte sich über eine Million Mal.

Mit dem Lied Respect wurde Aretha Franklin Ende der 1960er Jahre zu einer der Ikonen der schwarzen Musik in den USA. Der Song wurde in ihrer Interpretation zu einer Hymne der afroamerikanischen US-Bevölkerung; Die Zeit bezeichnete den Song als „Manifest des schwarzen Befreiungskampfes“.[3] Er gilt nicht nur als einer der bedeutendsten Soul-Klassiker, sondern auch als eine der Hymnen der Frauenbewegung.[4]

Nach ihrem Auftritt in dem Film Blues Brothers wechselte sie 1980 zu Arista Records. Dort konnte sie mit weiteren Nummer-eins-Hits und Grammysan frühere Erfolge anknüpfen. Ihre erfolgreichsten Alben wurden Jump to It (produziert von Luther Vandross), Who’s Zoomin’ Who (produziert von Narada Michael Walden) und A Rose Is Still a Rose. In ihren Arista-Jahren nahm sie viele Duette auf, unter anderem I Knew You Were Waiting (For Me) mit George MichaelSisters Are Doing It for Themselves mit Annie Lennox von den EurythmicsGimme Your Love mit James Brown und Through the Storm mit Elton John. Im Jahr 1986 erschien Jumpin' Jack Flash, mit Keith Richards zusammen eingespielt, auf dem Album Aretha. 1998 sprang sie für Luciano Pavarotti ein und sang Puccinis Opernarie Nessun dorma. 2003 beendete sie ihre Zusammenarbeit mit dem Label Arista Records und gründete ein eigenes Label Aretha.[2] 2008 erschien ihr erstes Weihnachtsalbum This Christmas Aretha. 2011 erschien auf ihrem eigenen Label Aretha’s Records A Woman Falling Out of Love. Kurz darauf kehrte sie zu einem großen Label zurück und veröffentlichte 2014 auf RCA Records ein Coveralbum mit Pop- und Soulklassikern.

Aretha Franklin hielt lange den Rekord für die meisten Singles in den amerikanischen Charts, sie gehörte zu den Künstlern mit den meisten verkauften Tonträgern weltweit.[5] Sie unterstützte einige wohltätige Organisationen und politische Aktivisten, darunter die National Association for the Advancement of Colored People und die Special Olympics.[6]

Aretha Franklin hatte seit einem Zwischenfall im Jahr 1984 extreme Flugangst, weshalb sie seit Mitte der 1980er Jahre ausschließlich in Nordamerika auftrat. 1983 besuchte sie zuletzt Europa.[7] 1999 erschien ihre Autobiografie From These Roots.

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