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Die Trauerrede

Die Trauerrede
Die Trauerrede soll an den Toten erinnern Fotolia.de

In der Traueransprache soll während der Trauerfeier noch einmal an die verstorbene Person erinnert werden. Die Rede bildet den offiziellen Rahmen, in dem die Trauergäste von dem Verstorbenen Abschied nehmen. Doch die eigene Betroffenheit über den Todesfall macht es dem Verfasser oft nicht leicht, die richtigen Worte für seine Rede zu finden. Wie sollten Sie die Rede beginnen? Worüber sollten Sie sprechen? Was sollten Sie sonst noch beachten? Folgende formale und inhaltliche Hinweise helfen Ihnen dabei, eine Traueransprache zu verfassen.

Recherche für die Trauerrede

Informieren Sie sich am besten einige Tage vor der Bestattung bei Ihren engsten Verwandten oder Freunden, ob sie sich diese Form der Rede wünschen. Möchten Sie den Verstorbenen im weiteren Verlauf Ihrer Ansprache persönlich ansprechen, dann können Sie dies bereits einleitend tun - es erleichtert den Übergang. Im Hauptteil der Trauerrede bietet es sich an, auf Charaktermerkmale des Verstorbenen einzugehen. Warum war dieser Mensch einzigartig für Sie? Daran anknüpfend können Sie anschließend auf besondere Erlebnisse zurückgreifen, die Ihnen persönlich in Erinnerung geblieben sind.

Aufbau der Trauerrede

Um eine würdevolle Trauerrede zu halten, können Sie sich an dieser Gliederung orientieren:

  • Einleitung: Begrüßung der engsten Angehörigen und der übrigen Versammelten
  • Eventuell ein einleitender Trauerspruch
  • Besondere Eigenschaften und Charaktermerkmale des Verstorbenen sowie seine Leistungen und Verdienste
  • Erinnerungen: Konkrete Erlebnisse aus dem Alltag, gerne auch eine kleine Anekdote zum Schmunzeln – ein Lächeln unter Tränen kann sehr befreiend sein
  • Spuren: Wen und was hinterlässt der Verstorbene?
  • Abschlusswort und Ausblick, wie der Verstorbene in den Herzen weiter leben wird
  • Zitat/Gedicht/Trauerspruch

Formulierung der Trauerrede

Es ist wichtig, dass Sie die Trauerrede relativ schlicht, dabei aber zugleich einfühlsam halten. Eine "Wir"- Anrede schließt die übrigen Versammelten in die Rede mit ein. Zu Beginn sollten die engsten Angehörigen des Toten und die Anwesenden begrüßt werden. Manche Trauergemeinschaften möchten auch direkt ein paar Worte an den Toten richten.

Gehen Sie in der Trauerrede auf die Spuren ein, die der Verstorbene hinterlässt. Bleibt der Partner zurück oder gibt es Kinder, die um einen Elternteil trauern? Was hat die verstorbene Person beruflich und persönlich erreicht? Die Abschlussworte sollten sich tröstend an die Hinterbliebenen wenden und eine Verabschiedung des Toten beinhalten. Wenn Sie dies wünschen, können Sie die Trauerrede mit einem Zitat, einem Trauerspruch oder einem Gedicht abschließen. Sie können die Trauerrede auch mit demjenigen absprechen, der die Grabrede hält, so dass die beiden Reden aufeinander abgestimmt werden können.

Wenn Sie sich nicht zu trauen, bei einer kompletten Trauerrede die Fassung zu bewahren, so können Sie die Trauerrede auch zu mehreren halten – so hat jeder die Gelegenheit, sich wieder zu sammeln. Und zudem kommen so auch mehrere persönliche Empfindungen zur Sprache, was die Trauerfeier noch intensiver machen kann.

 

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Kai Sender
Sozialarbeiter
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